Wie schreibe ich eine Geschichte? #1

Herzlich Willkommen zu einer kleinen Serie in der ich euch meine Erfahrungen im Geschichten schreiben mitteilen und ein paar praktische Tipps und Tricks beibringen will. Es sind wie gesagt meine Erfahrungen, und ich kann auch nicht garantieren, dass euch genau solche Tipps gleich zu einem Bestseller verhelfen, es ist viel mehr dazu da euch zu motivieren: Eine Geschichte zu schreiben ist (zumindest nicht immer😉) eine Arbeit von 3 Jahren (bei der Veröffentlichung ist das was anderes😇). So, genug geschrieben, los gehts mit

Schritt 1: Die Idee

Nein, am Anfang war ausnahmsweise mal nicht das Wort. Zu allererst brauchst du nämlich eine Idee. Es bringt wenig sich tagelang den Kopf zu zerbrechen, wenn man noch nicht einmal eine kleine Ansatzidee hat. So bald man eine kleine Idee hat, kann man diese ausarbeiten, und natürlich können noch mehr hinzukommen. Außerdem sollte man auf gar keinen Fall anfangen, mit so Sätzen wie "Ich will einen Bestseller schreiben" , denn leider werden nur wenige Bücher tatsächlich Bestseller.

Aber: Auch die ganz Großen waren mal klein, so wurde Pippi Langstrumpf etwa erfunden, weil die Tochter von Astrid Lindgren eine Gute-Nacht-Geschichte brauchte, und diese Geschichte wurde dann von vielen Verlagen abgelehnt, weil sie das Mädchen mit dem Affe und dem Pferd zu "aufsässig" fanden.

Auch unsere allseits beliebte Harry-Potter-Serie wurde auf einer Zugfahrt  erfunden und in einem Café geschrieben.

Heute hängt in diesem Café eine Tafel mit der Aufschrift, dass hier J.K.Rowling Harry Potter 1 schrieb. 

Nehmen wir uns ein kleines Beispiel. Wenn der/die Autor*in die Idee hat (im weiteren Text weiblich), man könnte doch mal eine Geschichte über ein Mädchen schreiben,dass tagsüber Mensch und nachts eine Eule ist. Diese Idee arbeitet sie dann aus, dass sie nämlich ein Gen von ihrer Großmutter geerbt hat, dass ebendieses bewirkt.

Tipp: Schreibt eure Ideen auf! Ich z.B. trage fast immer ein Notizbuch mit mir, in das ich jede noch so kleine Idee hineinschreibe.

Der nächste Schritt kommt dann heute oder morgen.

Bis dann

Eure 

 Bücherträumerin

Wie schreibe ich eine Geschichte #2

Es tut mir leid, das dieser Post erst so spät kommt, aber das Wochenende ist einfach so verflogen...crying So nun komme ich aber zu :

Schritt 2: Wie will ich schreiben?

Ein eher kurzer, dennoch unverzichtbarer Schritt: Willst du Word verwenden oder doch lieber zum guten alten Kugelschreiber greifen und den Text später übertragen?

Also unser kleines Beispiel entscheidet sich für Word.

Tipp: Es gibt natürlich noch mehr Schreibprogramme, sucht euch einfach eins aus, alle hier aufzuzählen würde glaube ich sehr lange dauern.

Und weil das jetzt so schnell ging, setze ich den nächsten Post in dieser Serie auch noch gleich für heute an.

Eure

Bücherträumerin

Wie schreibe ich eine Geschichte #3

 Schritt 3: Die Einleitung und der Horror des leeren Blattes:

So, endlich geht es los mit dem Schreiben. Und mir passiert fast immer dasselbe: Ich weiß schon genau was passieren soll, finde aber einfach keinen guten Anfangssatz. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Ihr zermartert euch den Kopf bis ihr einen findet.

2. Oder ihr fangt einfach mir irgendeinem Satz an, den ihr später umändert.

Ich persönlich würde hier die Nr. 2 empfehlen.

So, mal wieder unser Beispiel: Die Autorin hat mittlerweile einen Namen für die Hauptfigur, nämlich Emma. Sie beginnt mit: "Emma dachte schon seit 12 Jahren, sie sei ein ganz normales Mädchen".

Tipp: Wenn ihr schon einen ersten Satz habt könnt ihr das natürlich getrost überspringen.

Und jetzt kommt die Einleitung, meiner Meinung das schwierigste Element der ganzen Geschichte.

Ganz wichtig ist hier:

-Der Namen der Hauptperson muss genannt werden.

-Macht eure Geschichte nicht zu vorhersehbar, also beginnt nicht gleich mit: "Emma dachte schon seit 12 Jahren sie sei  ein ganz normales Mädchen, aber in Wahrheit war sie eine Gestaltenwandlerin, die sich nachts in eine Eule verwandelt." Das wäre langweilig, die Heldin muss ihre Fähigkeiten in diesem Fall erst entdecken. Man kann aber beginnen mit : "Emma dachte schon seit 12 Jahren, sie wäre ein ganz normales Mädchen, doch ein plötzliches Ereignis stellte ihr gesamtes Leben auf den Kopf." Also: Andeutungen sind erlaubt, solange sie nicht zu viel verraten, sie machen das Geschehnis sogar spannender.

 -Die Einleitung muss Lust aufs Weiterlesen machen. Vermittelt also die Grundstimmung eures Buches.

Ich werde jetzt nicht den gesamten Beispieltext schreiben, aber vielleicht werde ich später nochmal Zeit finden, diese Geschichte zu schreiben (als Kurzgeschichte)

Tipp: Macht eure Einleitung nicht zu lang, wenn in ihr noch kein richtiges Ereignis stattfinden.

Hui, das ist ein ganz schön bunter Beitrag geworden. Ich hoffe er hat euch gefallen, lasst mir doch einen Kommentar da 😊

Wie schreibe ich eine Geschichte? #Extra

 

Wenn ihr euch fragt, warum jetzt nicht Schritt 4: Der Hauptteil kommt, habe ich eine einfache Erklärung für euch: Für den Hauptteil gibt es keine entsprechenden Tipps, da muss jeder meiner Meinung nach sein eigenes Süppchen kochen. Deshalb kommen jetzt schlicht und einfach Schreibtipps, mit der ihr eure Geschichte und euren Schreibstil verbessern könnt:

 

-Show, Don’t Tell:

 

Wie der Name ja schon sagt: Hier geht es darum nicht zu erzählen, sondern zu zeigen (bzw. Beschreiben).

 

Beispiel:

 

Jana schlurfte mit hängenden Schultern durch die Innenstadt

 

Statt

 

Jana war enttäuscht.

 

Na? Unterschied bemerkt? Der erste Satz klingt besser formuliert und etwas sachlicher.

 

-Die Zeit
ist das wohl wichtigste Werkzeug eines jeden Schreiberlings. Einen Text über einen Museumsbesuch kann man so beginnen: „Heute war ich im Museum“. Spannender ist es wenn man Andeutungen verwendet: „Ich hätte nie gedacht, dass ein öder Museumsbesuch so spannend sein könnte.“ Man kann auch mittendrin anfangen und dann Rückblenden verwenden. Als Autor (oder eben Schreiberling, wie ich mich gerne bezeichne, da ich eben noch nichts veröffentlicht habe) kann man rumexperimentieren. Eine langweilige Woche, in der nichts geschieht, sollte man in wenigen Sätzen zusammenfassen. Genauso kann man aber z.B. ein Kampf sich über zehn Seiten erstrecken ohne langweilig zu werden.

 

 

 

-Kill your Darlings

 

Das ist wohl der Tipp, der mir am meisten Schwierigkeiten bereitet: Es geht darum, Szenen oder Figuren zu streichen, wenn man sich zu sehr den Kopf über sie zerbricht. Auch wenn man schon monatelang an ihnen arbeitet, was dann manchmal sehr wehtut.

 

-Verwende Adjektive und Metaphern, aber nicht zu viele.

 

Hier ist es ziemlich schwer ausgewogen zu schreiben. Adjektive, Metaphern, Vergleiche und Ähnliches machen die Geschichte erst einmal anschaulicher. Aber wenn man zu viel davon verwendet klingt das dann so: „Auf dem blauen Heft lag ein Kugelschreiber, der die Form einer Banane hatte, weil die intelligente Kimmi immer darauf herumkaute, als würde sie nichts zu Essen bekommen, obwohl sie gerade erst ein leckeres Mittagessen gegessen hatte.“ Klingt nicht gut, oder? Außerdem ist der Satz viel zu lang und man verliert schnell den Faden, da sehr schnell vom eigentlichen Thema abgewichen wird.

 

-Gebt euren Figuren einen individuellen Charakter

 

08/15 Charaktere gibt es wie Sand am Meer. Ihr braucht eine individuelle Figur, die ihre Vorlieben und Schwächen hat, die nicht immer nur auf Andere hört. Die sich auch mal gegen das System wehrt und, und, und... Wobei es auch davon mittlerweile viele gibt. Um so wichtiger ist es deshalb, ihr besondere Fähigkeiten zu geben. Oder Vorlieben. Oder Schwächen.

 

Tja das wars dann auch. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Artikel so lang werden würde. Habt ihr noch besondere Schreibtipps oder -tricks?

 

Eure

 

Bücherträumerin